Kölnisches Stadtmuseum
Das Kölnische Stadtmuseum nimmt Sie mit auf einzigartige Zeitreisen durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Stadt: Freuen Sie sich auf ein neues Museum (eröffnet 2024), das Stadtgeschichte ganz anders erzählt – überraschend, modern und interaktiv. Auch bei der barrierefreien Vermittlung setzt das Museum neue Standards.
Besuchsinformationen
0221 221-22398
koelnisches.stadtmuseum@stadt-koeln.de
Dienstag – Sonntag 10 – 17 Uhr
Geschlossen an Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr
Erwachsene 5 €
ermäßigt 3 €
Minoritenstrasse 13
50667 Köln
Webseite: https://www.koelnisches-stadtmuseum.de/
Facebook: https://www.facebook.com/koelnischesstadtmuseum
Instagram: https://www.instagram.com/koelnisches_stadtmuseum/
Postanschrift und Verwaltungseingang:
Kolumbahof 3
Anfahrt & Vekehrsanbindung
Öffentliche Verkehrsmittel
U-Bahn: Linien 3, 4, 16, 18, Appellhofplatz und Dom/Hbf.
Bus: Linie 171, Haltestelle Offenbachplatz
Parken
J. & R. Kalscheurer Parkhausbetriebe
Glockengasse 1, 50667 Köln
CONTIPARK
Schwertnergasse 1, 50667 Köln
Parkhaus Brückenstraße
Ludwigstraße 1-4, 50667 Köln
Das Museum ist für Personen mit körperlichen Behinderungen und Rollstuhlfahrer zugänglich.
Viele Angebote auch für Menschen mit Seheinschränkungen.
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Aktuelle Pressemitteilungen
Zwischen künstlerischem Aufbruch und gewaltsamem Verstummen
Kölnisches Stadtmuseum | 22. Mai bis 13. September 2026
Presseinformation
Zwischen künstlerischem Aufbruch und gewaltsamem Verstummen
Kölnisches Stadtmuseum erinnert an die Expressionistin Olga Oppenheimer
Unter dem Titel „Olga Oppenheimer. Zum 140. Geburtstag einer verdrängten Künstlerin“ rückt das Kölnische Stadtmuseum vom 22. Mai bis 13. September 2026 im Open Space das Leben und Werk einer außergewöhnlichen Persönlichkeit in den Fokus. Olga Oppenheimer (1886-1941) gehörte zu den prägenden Figuren des Expressionismus in Köln – und ist dennoch in Vergessenheit geraten. Aufgewachsen in einem jüdischen Elternhaus, wurde sie von ihren Eltern früh in ihrer künstlerischen Entwicklung unterstützt und entwickelte sich zu einer wichtigen Impulsgeberin der Avantgarde im Rheinland. Als Mitbegründerin des Gereonsklubs schuf sie einen zentralen Ort des Austauschs für die moderne Kunst in Köln und bot Künstler*innen wie Franz Marc, Vincent van Gogh und Wassily Kandinsky eine Plattform. Auch ihre eigenen Arbeiten hatten Erfolg: Zwischen 1910 und 1913 wurden ihre Gemälde, Zeichnungen und Holzschnitte auf bedeutenden internationalen Ausstellungen gezeigt, unter anderem in den USA.
Der Erste Weltkrieg, persönliche Verluste und eine schwere psychische Erkrankung führten zum abrupten Ende ihrer künstlerischen Tätigkeit. 1918 wurde Olga Oppenheimer in eine psy-chiatrische Klinik eingewiesen, 1941 im Rahmen der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen ermordet. Ihr Werk ist nur bruchstückhaft erhalten.
„Olga Oppenheimer war eine der bedeutendsten Wegbereiterinnen der Moderne in Köln. Mit unserem aktuellen Open Space“ schaffen wir einen Ort für Erinnerung, Sichtbarkeit und neue Perspektiven“, erklärt Dr. Matthias Hamann.
Kurator Dr. Markus Jansen betont: „Wir beleuchten nicht nur Oppenheimers künstlerisches Schaffen, sondern auch ihre bewegende Lebensgeschichte. Diese steht exemplarisch für viele verdrängte Künstlerinnen des frühen 20. Jahrhunderts, deren Biografien durch äußere Gewalt, gesellschaftliche Zuschreibungen und politische Verbrechen gebrochen wurden.“
Begleitet wird die Open Space-Präsentation von einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm – mit Führungen, Vorträgen, Stadtraum-Expeditionen, Lesungen und Gesprächsabenden. Dabei werden sowohl Olga Oppenheimers Rolle innerhalb der modernen Kunstbewegung als auch Fragen von Erinnerungskultur, Sichtbarkeit von Künstlerinnen und der Umgang mit den Verbrechen der NS-Zeit thematisiert.
Ein besonderes Programm erwartet die Besucher*innen am Donnerstag, 9. Juli 2026, ab 18 Uhr, dem 140. Geburtstag Olga Oppenheimers.
Der Open Space ist eine frei zugängliche Fläche im Foyer des Kölnischen Stadtmuseums. Hier greift das Museum aktuelle historische Themen auf, oft in Kooperation mit Künstler*innen, Vereinen oder Initiativen. Der Eintritt ist frei, auch die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos. „Wir freuen uns sehr, dass wir Präsentationen und Veranstaltungen im Open Space kostenfrei anbieten und damit ein breites Publikum zur Auseinandersetzung mit Olga Oppenheimers Werk und Geschichte einladen können“, so Museumsdirektor Dr. Matthias Hamann.
Wie könnte Kölns nächstes Kulturquartier aussehen?
Kölnisches Stadtmuseum | 26. März bis 17. Mai 2026Presseinformation
Zukunft Zeughaus. Visionen für ein Kulturareal in der Zeughausstraße
Architekturstudierende der TH Köln zeigen Ideen für ein neues Kulturquartier
Wie können das Zeughaus und die angrenzende Alte Wache wieder zu einem attraktiven Standort werden, an dem das Kölnische Stadtmuseum eine neue (alte) Heimat findet – und wie kann sich das Quartier insgesamt zu einem lebendigen Kulturort entwickeln? Mit diesen Fragen haben sich Architekturstudierende der TH Köln im Sommersemester 2025 im Rahmen ihrer Bachelorarbeiten intensiv beschäftigt. Vom 26. März bis 17. Mai 2026 präsentiert das Kölnische Stadtmuseum neun ausgewählte Entwürfe dieses Projekts am historischen Ort: im Erdgeschoss des Zeughauses. Parallel dazu startet der Freundeskreis die Spendenaktion „Nägel mit Köpfen“.
Ideen für ein lebendiges urbanes Kulturquartier
Die ausgestellten Modelle, Pläne, Grundrisse und Schnitte geben Einblick in unterschiedliche architektonische Ansätze und zeigen neue Ideen für die Nutzung des Zeughauses. Sie machen deutlich, welches Potenzial in diesem Innenstadtbereich liegt, der trotz seiner Nähe zum Dom und bedeutender historischer Bauten bislang kaum Aufenthaltsqualität bietet.
Die Studierenden setzen sich dabei nicht nur mit den historischen Gebäuden auseinander, sondern nahmen zugleich den gesamten Stadtraum zwischen Nord-Süd-Fahrt und dem westlichen Ende der römischen Stadtmauer in den Blick. Auch die angrenzenden Parkflächen und Straßenräume wurden in die architektonischen Überlegungen einbezogen.
Unterschiedliche Visionen
Die beteiligten Studierenden waren: Tim Schleppegrell, Leo Kück, Sina Eschweiler, Jonatan Znidar, Rosa Grafelder, Laila Höhn, Jacob Eisenberg, Maya Schneider sowie Katharina Greshake. Ihre Arbeiten eröffnen ein breites Spektrum an Ideen: von autofreien Quartieren und neuen Baukörpern entlang der römischen Stadtmauer bis hin zu neuen Wegführungen, Vernetzungen und überdachten Freiräumen; von verbindenden Brückenstrukturen und neuen Blickbezügen zum Dom bis hin zu Cafés und Aufenthaltsorten für kulturelle Initiativen. Das zukünftige Stadtmuseum wird dabei stets als offener Ort der Begegnung gedacht, mit Funktionen, die weit über die eines klassischen Ausstellungsortes hinausgehen.
Experiment und Diskurs
Gemeinsam ist allen Entwürfen der Versuch, das historische Ensemble neu zu interpretieren und räumlich wie programmatisch mit der Innenstadt zu verknüpfen.
„Die Studierenden hatten bewusst große gestalterische Freiheit: Abweichungen von den vorgegebenen Raum- und Nutzungsvorgaben waren ausdrücklich erwünscht; Aspekte wie Denkmalschutz, Statik oder Kosten durften ausgeblendet werden“, erklärt Prof. Thorsten Burgmer von der TH Köln, der die Arbeiten gemeinsam mit Lisanne Kröll M. A. betreut hat.
„Die hier ausgestellten Arbeiten sind dabei keine fertigen Lösungen, sondern eine Einladung zum Weiterdenken und Diskutieren. Sie zeigen eindrucksvoll, wie Architektur zwischen Gegenwart und Geschichte vermitteln kann.“
Ausstellung als offenes Forum für Ideen
Dies unterstreicht auch Dr. Matthias Hamann, Direktor des Kölnischen Stadtmuseums. „Das Studierendenprojekt fällt in eine Zeit, in der in Köln intensiv über die Zukunft des Zeughauses diskutiert wird. Die Ausstellung lädt dazu ein, neue Perspektiven zu entdecken und über die Entwicklung dieses historisch bedeutenden Ortes ins Gespräch zu kommen. Die Visionen der Studierenden zeigen das große Potenzial des Standorts und geben wichtige Impulse für die Rückkehr des Kölnischen Stadtmuseums ins Zeughausquartier“, so der Museumsdirektor. „Hier kann ein lebendiger Ort entstehen, der Geschichte bewahrt, Gegenwart gestaltet und Zukunft ermöglicht.“ Die Ausstellung, die in Kooperation zwischen der TH Köln und dem Kölnischen Stadtmuseum entstand, wird von Führungen und Veranstaltungen begleitet. Termine sind auf der Internetseite des Kölnischen Stadtmuseums einsehbar.
Nägel mit Köpfen
Die Ausstellung ist kostenfrei. Während der Ausstellung läuft die Spendenaktion „Nägel mit Köpfen“. Gegen eine Spende können Besucher*innen einen Nagel in einen der rot-weißen Fensterläden einschlagen. „Die Spenden gehen an unseren Förderverein“, so der Vorsitzende der Freunde des Kölnischen Stadtmuseums, Dr. Konrad Adenauer. Die Fensterläden stammen aus den 1980er Jahren, viele davon können nicht mehr weiterverwendet werden. Die Idee der Nagelspende taucht in der Kölner Stadtgeschichte immer wieder auf. „Mit der Spende kann das Ausstellungspublikum die Bespielung des Zeughauses und das Programm des Museums unterstützen“, so Adenauer.
Der Besuch der Ausstellung ist an folgenden Wochentagen möglich:
Donnerstag, 26. März 2026, 17 bis 21 Uhr
Wochenenden (jeweils 12 bis 16 Uhr):
28. bis 29. März
11. bis 12. April
18. bis 19. April
25. bis 26. April
2. bis 3. Mai
9. bis 10. Mai
16. bis 17. Mai
KölnTag (jeweils 17 bis 21 Uhr):
2. April
7. Mai
sowie anlässlich von Veranstaltungen
Hinweise an die Redaktionen
Zur Berichterstattung sind Sie herzlich eingeladen.
Weitere Informationen erhalten Sie von Dr. Wibke Becker, Kölnisches Stadtmuseum,
Telefon: 0221/221-23030, E-Mail: wibke.becker@stadt-koeln.de
Bildmaterial steht online zur Verfügung unter: www.koelnisches-stadtmuseum.de/presse-newsroom/ sowie hochauflösend unter:
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