Museum Ludwig
Das Museum Ludwig besitzt die umfangreichste Pop-Art-Sammlung Europas, die drittgrößte Picasso-Sammlung der Welt, eine der besten Sammlungen zum deutschen Expressionismus sowie eine der führenden Sammlungen zur Fotografie. Den Grundstock des Museums bildet eine großzügige Schenkung von Peter und Irene Ludwig an die Stadt Köln.
Besuchsinformationen
0221 221-26165
info@museum-ludwig.de
Dienstag – Sonntag 10 – 18 Uhr
Feiertage (auch Montags) 10 – 18 Uhr
Geschlossen an Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr
Dauer- und Sonderausstellungen Erwachsene: 15,40 €
ermäßigt: 10,40 €
Eintritt frei für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre
Gruppen: 11,00 € pro Person (ab 20 Personen)
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Website: www.museum-ludwig.de
Facebook: https://www.facebook.com/MuseumLudwigKoeln
Instagram: https://www.instagram.com/MuseumLudwig/
Anfahrt & Vekehrsanbindung
Öffentliche Verkehrsmittel
Bahn, S-Bahn (vom Flughafen): „Hauptbahnhof"
Bus, U-Bahn, Straßenbahn: „Dom/Hauptbahnhof"
Parken
Am Dom/Philharmonie/Groß St. Martin
Barrierefreiheit: rollstuhlgängig
Rollstühle stehen an der Kasse zur Verfügung. Führungen per tourguide für Gäste mit Hörbehinderung. Bitte wenden Sie sich an das Kassenpersonal.
Ludwig im Museum
Di – So 10 – 24 Uhr
+49 221 16875139
www.ludwig-im-museum.de
Buchhandlung Walther König im Museum Ludwig, Katalogverkauf, Art Shop, Postkarten, Kunstliteratur
+49 221 2059635
www.buchhandlung-walther-koenig.de
Freunde des Wallraf-RichartzMuseum und des Museum Ludwig e.V.
museumsfreunde-koeln.de
Gesellschaft für Moderne Kunst am Museums Ludwig Köln
gesellschaft-museum-ludwig.de/
Ausstellungen im Museum Ludwig
Aktuelle Pressemitteilungen
Lee Ufan erhält den Wolfgang-Hahn-Preis 2026
Museum Ludwig | 7. November 2026 bis 4. April 2027
Photo: Claire Dorn
Courtesy Studio Lee Ufan
Preisverleihung am 6. November um 18:30 Uhr
Presseinformation
Der südkoreanische Künstler Lee Ufan (*1936, lebt in Kamakura, Japan) wird mit dem 32. Wolfgang-Hahn Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig ausgezeichnet. In seiner Kunst begegnen sich konträre Kräfte wie Leere und Spannung, Stille und Energie. Als Mitbegründer der aus Japan stammenden minimalistisch arbeitenden Mono-ha-Bewegung („Schule der Dinge“), einem Kollektiv von Künstler*innen in Tokio zwischen 1968 und 1975, sucht er bis heute nach einer harmonischen Neuordnung der Dinge. Seit den 1970er-Jahren prägt vor allem seine reduzierte Malerei die internationale Kunstszene. Beeinflusst von der, für ihren monochromen Stil bekannten, koreanischen Dansaekhwa-Bewegung („monochrome Malerei“), arbeitet Lee mit einem breiten Pinsel, mit dem er Punkte, Linien und diffuse Rechtecke auf großformatigen Leinwänden platziert. Diese Elemente erscheinen als isolierte Formzeichen, rhythmisch strukturierte Muster oder in lockeren, nicht-narrativen Figurationen. Den Malakt betrachtet Lee dabei als „ein reines und absolutes Ereignis“ mit einer unmittelbaren, vom rationalen Kalkül gelösten Begegnung zwischen Künstler, Material und Bildträger – einer transzendenten Erfahrung des Einsseins mit der Welt.
Die diesjährige Gastjurorin Mami Kataoka, Direktorin des Mori Art Museums in Tokio, erläutert die Entscheidung der Jury: „Lee Ufan hat darüber gesprochen, wie seine Erfahrungen mit mehreren Ausstellungen in Deutschland in den 1970er Jahren seine Arbeit auf die Weltbühne gebracht haben. Im Laufe seiner sechzigjährigen Karriere hat er sich mit der wesentlichen Bedeutung der Existenz in allen Beziehungen beschäftigt, die über Ost und West hinausgehen – ohne dabei dem westlichen Modernismus zu folgen oder sich in östliche spirituelle Traditionen zurückzuziehen. Unser heutiges Interesse an Lee Ufans Schaffen, das uns ein Bewusstsein für ganzheitliche Perspektiven vermittelt, entspringt möglicherweise unserer Sehnsucht nach zwischenmenschlichen Beziehungen, die die Grundlage unserer Menschlichkeit bilden. Lee Ufans Werk wird eine großartige Bereicherung für die Sammlung des Museum Ludwig sein und zu dessen globaler Ausrichtung beitragen.“
„Die Werke von Lee Ufan stehen schon sehr lange auf meiner persönlichen Wunschliste für die Sammlung des Museum Ludwig. Um so mehr freue ich mich, dass Lee Ufan den Preis annimmt“, erläutert Dr. Yilmaz Dziewior die Entscheidung der Jury für Lee als 2026er Preisträger. „Der heute 90-jährige Künstler pflegt einen engen Bezug zur Kunstszene in Deutschland, vor allem zum Rheinland: Zur Eröffnung des Museum Ludwig vor 50 Jahren waren seine Arbeiten in der Kunsthalle Düsseldorf, dem Glaskasten in Marl, der Galerie m in Bochum und bereits im Museum Ludwig selbst zu sehen. Bis heute fehlte aber ein Werk des Künstlers in der Sammlung. Diese Leerstelle wird nun mit der Erwerbung zum Wolfgang-Hahn-Preis geschlossen.“
Mayen Beckmann, Vorstandsvorsitzende Gesellschaft für Moderne Kunst: „Die Nominierung von Lee Ufan knüpft an eine lange Reihe konzeptuell arbeitender Wolfgang-Hahn-Preisträger*nnen seit 1994 an und ist nach Haegue Yang erneut eine künstlerische Position aus Südkorea zur Erweiterung der Sammlung. Lees Werk für die Sammlung des Museum Ludwig knüpft hervorragend an die Sammelleidenschaft des Ehepaares Peter und Irene Ludwig an, die sich von Beginn an für asiatische Kunst interessierten. Nur mit Hilfe des großzügigen Entgegenkommens des Preisträgers gelingt eine Erwerbung. Finanziert wird der Wolfgang-Hahn-Preis aus den Beiträgen unserer engagierten Mitglieder.“
Lee Ufan, 1936 in Südkorea geboren, ging mit 20 Jahren nach Tokio, wo er ein Philosophiestudium an der Nihon University 1961 abschloss. Ab 1969 führte er die Mono-Ha Bewegung an und war von 1973 bis 2007 Professor an der Tama Art University in Tokio. 2001 wurde ihm der 13. Praemium Imperiale für Malerei in Tokio verliehen.
Yayoi Kusama
Museum Ludwig | 14. März – 2. August 2026
© YAYOI KUSAMA
Courtesy of Ota Fine Arts, David Zwirner
Pressekonferenz: Donnerstag, 12. März 2026, 11 Uhr, Vorbesichtigung ab 10 Uhr
Eröffnung: Freitag, 13. März 2026, 19 Uhr
Presseinformation
Im Jahr 2026 widmet das Museum Ludwig in Köln anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums der legendären japanischen Künstlerin Yayoi Kusama eine große Ausstellung.
Kusama (*1929, Matsumoto) zählt zu den bekanntesten Künstler*innen unserer Zeit. Ihre ikonischen Polka Dots, ihre Kürbisskulpturen und ihre verspiegelten lnfinity Rooms sind zu einer Art Markenzeichen geworden und tauchen millionenfach in den Sozialen Medien auf. Die Ausstellung nimmt die Besucher*innen mit auf eine spannende Reise durch Kusamas gesamtes Schaffen mit über 300 Arbeiten, von der ersten Zeichnung von ca. 1934 bis heute, und durch eine Vielzahl künstlerischer Medien, wie Malerei, Zeichnung, Skulptur, Installation, Mode, Performance und Literatur.
Über die gesamte Wechselausstellungsfläche des Museum Ludwig hinaus wird die groß angelegte Ausstellung auch weitere Bereiche des Hauses wie die Dachterrasse mit Domblick bespielen. Eine neue, eigens für die Ausstellung konzipierte immersive Rauminstallation mit integriertem lnfinity Mirror Room wird den größten Saal des Museums füllen. Darüber hinaus werden frühe ikonische Arbeiten, wie Kusamas erste, 1963 entstandene Installation Aggregation: One Thousand Boats Show zu sehen sein.
Im Zentrum von Kusamas Werk stehen die Natur in ihrem ständigen Wandel, Werden und Vergehen sowie die Unendlichkeit des Universums, in der alles Existierende sich letztlich auflöst. Die Punktemuster (Polka Dots), mit denen die Künstlerin Gegenstände und Menschen überzieht, sind ebenso Ausdruck dieser Weitsicht wie ihre Unendlichkeits-Spiegelräume.
Erlebnisse ihrer Kindheit, darunter Halluzinationen, in denen sie den eigenen Körper und die Umgebung von Punkten, Blüten und anderen Wiederholungsmustern überwuchert wahrnahm, durchziehen Kusamas gesamtes Schaffen. Fragilität und Auslöschung sind gleichermaßen Teil dieser Erfahrungen wie die Teilhabe und Verschmelzung mit einem großen Ganzen. Ihre Kunst ist für Kusama Lebensnotwendigkeit, jedes ihrer Werke auch eine Auseinandersetzung mit sich selbst.
Nach Kindheit und Jugend im ländlichen, patriarchalisch geprägten Japan der Nachkriegszeit entflieht Kusama der Enge und geht in den 1960er Jahren ins New York der Flower Power-Bewegung und des Vietnamkriegs; dort bezieht sie politisch Stellung und macht Schlagzeilen mit provokanten Happenings. 1973 kehrt Kusama nach Japan zurück und verarbeitet ihre existentiellen Ängste in oft schonungslosen Romanen und Gedichten. In ihrem kraftvollen Alterswerk erschafft sie wiederum lebensvolle und farbenprächtige Bilderzyklen.
Ihren roten Faden beschreibt Kusama, wenn sie sagt: ,,In meinen mehr als siebzig Jahren als Künstlerin habe ich immer Ehrfurcht vor dem Wunder des Lebens gehabt. Mehr als alles andere hat mich dieser starke Sinn für die Lebenskraft im künstlerischen Ausdruck unterstützt und mir Kraft gegeben, Gefühle von Depression, Hoffnungslosigkeit und Traurigkeit zu überwinden. Ich habe mich von meinem Glauben an diese Kraft leiten lassen."
Yayoi Kusama wird vom Museum Ludwig in Zusammenarbeit mit der Fondation Beyeler, Riehen/Basel (12. Oktober 2025 - 25. Januar 2026) und dem Stedelijk Museum Amsterdam (12. September 2026 - 17. Januar 2027) organisiert.
In der Kölner Station der Ausstellung werden einige große installative Arbeiten gezeigt, die nicht Teil der Ausstellung in Basel sind, wie Kusamas erste, 1963 entstandene Installation Aggregation: One Thousand Boats Show, das Environment I'm Here but Nothing (2000 bis heute), ein in Schwarzlicht getauchter Wohnraum mit zahllosen fluoreszierenden Klebepunkten und die imposanten bunt bemalten Bronze-Blumen Flowers, die auf der Dachterrasse des Museum Ludwig installiert werden.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog: Yayoi Kusama, hrsg. von Leontine Coelewij, Stephan Diederich und Mouna Mekouar, mit Textbeiträgen von Emanuele Coccia, Leontine Coelewij, Stephan Diederich, SooJin Lee, Katie Mack, Stefano Mancuso, Ralph McCarthy, Mouna Mekouar, Charlotte Sarrazin, Agata Marta Soccini und Helen Westgeest, 20,5 x 26 cm, Broschur mit Schutzumschlag, 268 Seiten, 280 Abb., Hatje Cantz, ISBN 978-3-906053-86-8, Euro 38,00 (deutsche Museumsausgabe), ISBN 978-3-7757-6032-4, Euro 48,00 (deutsche Verlagsausgabe).
Abbildungen
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HIER UND JETZT: De/Collecting Memories from Turtle Island
Museum Ludwig | 7. Februar – 8. November 2026
in der Ausstellung HIER UND JETZT im Museum Ludwig. De/Collecting Memories
Museum Ludwig, Köln 2026
Filmstill, Courtesy art/beats Berlin
Presseinformation
Mit der umfangreichsten Pop Art Sammlung außerhalb der USA, ist das Museum Ludwig für seinen Bezug zu den Vereinigten Staaten bekannt – einem Land, das 2026 das 250ste Jahr seiner Unabhängigkeit feiert. Im Zentrum dieser Ausstellung stehen darum zwei zeitgenössische, US-amerikanische Künstlerinnen: Marie Watt und Wendy Red Star.
Die fotografischen Selbstinszenierungen von Wendy Red Star (1981) greifen auf humorvoll-satirische Weise westliche Vorstellungen von Indigenität auf und laden uns dazu ein, differenzierter hinzuschauen. “I am Apsáalooke, I come from a specific district, and my work is grounded in Apsáalooke history. But within institutions, this label does not function as a description. It functions as a container. The category ‘Native artist’ reshapes the work before anyone even sees it. (…)” (Wendy Red Star: The Foe Manuscript)
Marie Watt wurde 1967 in Seattle geboren, ist Mitglied der Seneca Nation und lebt heute in Portland, Oregon. In einigen indigenen Traditionen heißen die Amerikas, oder auch die Welt als Ganzes, Turtle Island. Diese individuellen Schöpfungsgeschichten werden von Generation zu Generation mündlich überliefert.
De/Collecting Memories from Turtle Island lädt uns dazu ein, Erinnerungen und gesammelte Bilder, Werke wie mentale Repräsentationen, zu überdenken und zu überschreiben.
Ausgangspunkt ist ein 2023 vom Museum Ludwig erworbenes Konvolut kitsch-bunter Fotochrome der Detroit Publishing Company. Viele der um 1900 produzierten Bilder gehen auf frühere Schwarzweißfotografien von William Henry Jackson zurück. Es sind oft die ersten Fotografien aus Gegenden, die heute weltweit als touristische Attraktionen bekannt sind: der Yellowstone Nationalpark etwa, oder der Grand Canyon. Die Fotochrome dienten als Wanddekoration oder Postkartenmotive und wurden in einer Auflage von bis zu sieben Millionen Exemplaren pro Jahr verkauft. Sie zeigen moderne Großstädte und weite Landschaften – auffällig menschenleere Landschaften. Diese an den Rändern der Kunst entstandenen Fotografien prägen das Bild der USA für viele Menschen bis heute.
Die Ausstellung setzt da an, wo die Postkartenmotive enden, bei dem, was sie nicht erzählen. Die vermeintlich unberührte Natur war Heimat vieler Menschen und Nationen – lange bevor die ersten Europäer*innen ankamen, Indigene Menschen unterdrückten und vor 250 Jahren die USA gründeten. Die Erinnerungen Indigener Menschen werden immer noch zu wenig gehört, ihre Perspektiven werden immer noch und wieder übertönt vom Narrativ der Entdeckung Amerikas.
Die Bilder der Detroit Publishing Company neu zusammenzubringen mit zwei Positionen zeitgenössischer indigener Künstlerinnen ist ein Versuch, den Blick auf die Konstruktion von Narrativen und das, was sie auslassen, zu schärfen. Es ist die Einladung, sich einzulassen auf multiple Erinnerungen und Vorstellungen von Turtle Island. Die Ausstellung ist Anlass, um die eigene Sammlung um Stimmen und Perspektiven der Indigenen Völker Amerikas zu ergänzen.
Marie Watt hat für die Ausstellung im Museum Ludwig eine neue raumgreifende Arbeit entwickelt. Thirteen Moons besteht aus dreizehn hängenden Skulpturen, die sich aus Zinnschellen zusammensetzen. Schellenwolken schweben zwischen Himmel und Erde. Sie klingen nur durch Berührung mit anderen Schellen oder Dingen. Die Skulpturen dürfen berührt werden, die Zinnschellen dürfen in Bewegung versetzt werden und ein Klirren und Rauschen hörbar machen. Thirteen Moons entfaltet eine körperliche, visuelle und auditive Präsenz im Raum. Und sie beziehen sich auf indigene Traditionen.
Die Schellen-Skulpturen sind, wie die Künstlerin schreibt, „eine Hommage an den Jingle-Dress-Tanz, der um 1900, während der Grippepandemie, als Heilungsritual bei den Ojibwe entstand. Die Idee für diesen Tanz kam einem Ältesten im Traum. Als er aufgeführt wurde, so die Vision, wurde ein junges Mädchen, das zu der Zeit krank war, gesund. Der Jingle-Dress-Tanz war auch ein radikaler Akt. Im Jahr 1883 verboten die Vereinigten Staaten traditionelle Versammlungen Indigener Gemeinschaften. Obwohl das Verbot erst 1978 mit dem American Indian Religious Freedom Act aufgehoben wurde, wurde der Jingle-Dress-Tanz während des jahrhundertlangen Verbots mit anderen Völkern geteilt. Heute ist er ein Pow-Wow-Tanz und wird weiterhin mit Heilung in Verbindung gebracht.“ Für die Ausstellung wird Marie Watt mit der Jingle-Dress-Tänzerin Acosia Red Elk zusammenarbeiten. Sie ist Angehörige der Umatilla aus Oregon.
Mit De/Collecting Memories from Turtle Island findet 2026 die elfte Ausstellung in der Reihe HIER UND JETZT im Museum Ludwig statt. Mit der Ausstellungsreihe stellt das Museum Ludwig regelmäßig die eigene Arbeit auf den Prüfstand und hinterfragt die gewohnten Wege des Ausstellungsmachens.
Kurator*innen: Santi Grunewald, Miriam Szwast
Zur Ausstellung erscheint die Publikation HIER UND JETZT im Museum Ludwig 11. De/Collecting Memories from Turtle Island, hrsg. von Santi Grunewald und Miriam Szwast, mit Textbeiträgen von Yilmaz Dziewior, Santi Grunewald und Miriam Szwast, Yolonda Youngs, sowie einem Gespräch zwischen Marie Watt und Acosia Red Elk, Broschur, 14,6 x 21 cm, ca. 140 Seiten, ca. 40 Abbildungen, deutsch/englisch, Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König, Köln, Euro 15.
Die Ausstellung wird substanziell unterstützt von der Fördergruppe HIER UND JETZT aus dem Kreis der Mitglieder der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig e. V..
Ausstellungen 2026: 50. Jubiläum des Museum Ludwig
Museum Ludwig
Köln, 2001
Installation,
Sperrholz, Papier und Karton,
85 x 400 x 600 cm
© 2025 Estate of Bodys Isek Kingelez
Foto: Historisches Archiv der Stadt Köln mit Rheinischem Bildarchiv/Britta Schlier
Presseinformation
7. Februar - 8. November 2026
HIER UND JETZT im Museum Ludwig. De/Collecting Memories from Turtle Island
PK 5. Februar, 11 Uhr, Eröffnung 6. Februar 18 Uhr
Erinnerungen sind fragil. Sie werden gesammelt, weitergegeben, überlagert oder ausgelöscht. Das neue Projekt der Ausstellungsreihe HIER UND JETZT widmet sich diesen Prozessen des Erinnerns und macht verdrängte indigene Narrative sichtbar, indem westliche Bildkonstruktionen hinterfragt werden.
Im Zentrum steht die Installation Thirteen Moons der US-amerikanischen, Indigenen Künstlerin Marie Watt (1967, Seattle): dreizehn hängende Skulpturen aus Zinnschellen, die berührt werden dürfen und ein Rauschen erzeugen. Sie sind eine Hommage an den Jingle-Dress-Tanz, der um 1900 während einer Grippepandemie vom Stamm der Ojibwe als Heilungsritual entstand und trotz staatlicher Verbote über Generationen weitergegeben wurde: ein radikaler Akt des Widerstandes.
Watts Arbeit trifft auf historische Fotochrome der Detroit Photographic Company um 1900 aus der Sammlung des Museums. Die massenhaft verbreiteten Postkartenmotive zeigen moderne Städte und menschenleere Landschaften der USA: Ein Lebensraum, in dem Indigene Völker bewusst ausgespart werden, obwohl die vermeintlich unberührte Natur ihre Heimat ist. Die Gegenüberstellung mit Watts Skulpturen zeigt, wie Geschichte konstruiert wird und was ausgelassen bleibt. Für die Ausstellung wird die Künstlerin mit der Jingle Dress-Tänzerin Acosia Red Elk zusammenarbeiten.
14. März – 2. August 2026
Yayoi Kusama
PK 12. März, 11 Uhr, Eröffnung 13. März, 19 Uhr
Yayoi Kusama wurde mit ihren begehbaren Spiegelräumen weltberühmt, ihre Polka-Dots sind wie zu einem Markenzeichen geworden. Im Jubiläumsjahr zeigt das Museum eine große Überblicksausstellung der japanischen Künstlerin, die einen Einblick in ihr über siebzig Jahre umspannendes Schaffen gibt. Denn schon in der großen Schenkung von Peter und Irene Ludwig, die 1976 zur Gründung des Museum Ludwig führte, befand sich ein Werk von Yayoi Kusama. Neben diesem und weiteren ikonischen Werken zeigt die Schau auch Arbeiten, die in Europa nie zuvor zu sehen waren. Ein Highlight wird der neue Infinity Mirror Room sein, den sie im Museum einrichtet.
Die 1929 in Matsumoto geborene Kusama ging 1957 in die USA und wurde dort zum vielbeachteten Teil der lebendigen New Yorker Kunstszene der 1960er Jahre. Zurück in Japan entwickelte sie ihre Formensprache sich wiederholender Muster weiter zu einem unverwechsel¬baren Werk. In ihrer Kunst scheut sie sich nicht, die wirklich großen Themen anzusprechen: Tod und Schmerz, Krankheit und innere Seelenzustände, Krieg und Liebe. Kusama nährt ihre Kunst aus ihrer Biografie, ihren eigenen Erfahrungen und Gefühlen. So werden ihre Arbeiten zu Spiegeln des eigenen Seins und zu Botschaften an die Außenwelt. Ganz wesentlich ist ihr dabei die Philosophie, dass alles sich ständig erneuert und niemals endet –so wie es die Besucher*innen in ihrer einzigartigen und visionären künstlerischen Welt erleben können.
Yayoi Kusama wird vom Museum Ludwig in Zusammenarbeit mit der Fondation Beyeler (12. Oktober 2025–25. Januar 2026) und dem Stedelijk Museum in Amsterdam (12. September 2026–17. Januar 2027) organisiert.
In der Kölner Station der Ausstellung werden einige große installative Arbeiten gezeigt, die nicht Teil der Ausstellung in Basel sind, wie Kusamas erste, 1963 entstandene Installation Aggregation: One Thousand Boats Show, das Environment I’m Here but Nothing (2000 bis heute), ein in Schwarzlicht getauchter Wohnraum mit zahllosen fluoreszierenden Klebepunkten und die imposanten bunt bemalten Bronze-Blumen Flowers, die auf der Dachterrasse des Museum Ludwig installiert werden.
3. Oktober 2026 – 7. März 2027
Along the Color Line. Perspektiven einer transatlantischen Moderne
PK 1. Oktober, 11 Uhr, Eröffnung 2. Oktober, 19 Uhr
Zu seinem 50. Jubiläum zeigt das Museum Ludwig eine große, interdisziplinäre Überblicksausstellung, die Kunst der internationalen Schwarzen Diaspora in Beziehung zur europäischen Moderne setzt.
In der Kunst beschreibt die Moderne einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit und eine völlig neue Bildsprache, die sich in der Umbruchszeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts in alle Bereiche der Kultur und des Lebens ausbreitete. Noch immer orientiert sich unser Blick auf die Moderne an weißer, westeuropäischer und nordamerikanischer Kunst. Wie aber haben Künstler*innen aus der schwarzen Diaspora die Moderne aufgenommen, weiterentwickelt oder sich bewusst von ihr abgegrenzt?
In europäischen Museen sind Schwarze Künstler*innen oftmals nur schwach oder gar nicht vertreten. Diese Unterrepräsentation verweist auf tief verwurzelte koloniale und gesellschaftliche Machtverhältnisse, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen. Vor diesem Hintergrund fragt die Ausstellung, wie Schwarze Künstler*innen durch ihre Werke neue Narrative schufen, die koloniale und eurozentristische Sehgewohnheiten herausfordern. Anhand von Bewegungen wie der Harlem Renaissance in den USA oder die Négritude- Bewegung in Europa werden die Beziehungen zwischen den Kontinenten nachgezeichnet und die Auswirkungen auf heutige Kunstproduktion untersucht. Die große, interdisziplinäre Überblicksausstellung vereint eine Vielzahl von internationalen Leihgaben und setzt diese vereinzelt in Dialog mit Werken aus der Sammlung. Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien spielen dabei ebenso eine Rolle wie Literatur und Musik der Schwarzen Diaspora.
Mit dieser Ausstellung bekräftigt das Museum Ludwig im Jubiläumsjahr 2026 seine Gründungsidee: Stimmen sichtbar zu machen, die zu lange übersehen wurden.
7. November 2026 – 4. April 2027
Wolfgang-Hahn-Preis 2026
Lee Ufan
PK 6. November, 12 Uhr, Preisverleihung und Eröffnung 6. November, 18:30 Uhr
Der südkoreanische Künstler Lee Ufan (*1936, lebt in Kamakura, Japan) wird mit dem 32. Wolfgang-Hahn Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig ausgezeichnet. In seiner Kunst begegnen sich konträre Kräfte wie Leere und Spannung, Stille und Energie. Als Mitbegründer der aus Japan stammenden minimalistisch arbeitenden Mono-ha-Bewegung („Schule der Dinge“), einem Kollektiv von Künstler:innen in Tokio zwischen 1968 und 1975, sucht er bis heute nach einer harmonischen Neuordnung der Dinge. Seit den 1970er-Jahren prägt vor allem seine reduzierte Malerei die internationale Kunstszene.
Der Wolfgang-Hahn-Preis wird jährlich von der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig vergeben. Mit der Auszeichnung sollen vorrangig zeitgenössische Künstler*innen geehrt werden, die sich in der Kunstwelt durch ein international anerkanntes Œuvre bereits einen Namen gemacht haben, in Deutschland aber noch nicht so bekannt sind, wie sie es verdienen. Das Preisgeld in Höhe von maximal 100.000 Euro setzt sich aus den Beiträgen der Mitglieder zusammen und fließt in den Erwerb eines Werks oder einer Werkgruppe der Künstler*innen für die Sammlung des Museum Ludwig. Mit dem Preis verbunden sind vom Museum Ludwig organisierte Ausstellungen der erworbenen Arbeit(en) der Preisträger*innen sowie die Herausgabe einer begleitenden Publikation.
#WHP 2026
Präsentationen in den Fotoräumen
18. April – 11. Oktober 2026
Zweimal Deutschland um 1980
Fotografien aus Ost- und Westdeutschland um 1980 dokumentieren die Lebenswelten in beiden Staaten, geprägt von unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen Systemen. Porträts und Alltagsszenen von Derek Bennett, Christiane Eisler, Ute Mahler, Henry Maitek, Evelyn Richter, Karl C. Kugel und Erasmus Schröter vermitteln Einblicke in diese Realitäten. Ergänzende Titel und historische Verweise vermitteln häufig erst, wo die Aufnahmen entstanden sind, und verdeutlichen gesellschaftlichen Spannungen und kulturellen Perspektiven.
31. Oktober 2026 – 4. April 2027
Man Ray: Kiki
Man Rays Fotografie von Alice Prin, genannt Kiki de Montparnasse (1901–1953), zeigt sie als Rückenakt, ein Tuch um die Hüften, eines um den Kopf. Inspiriert von Jean-Auguste-Dominique Ingres’ Rückenakten überführt Man Ray das Motiv ins 20. Jahrhundert: Er malt Schalllöcher einer Geige auf die Fotografie, sodass Kikis Rücken zum Körper eines Streichinstruments wird. Der Abzug im Museum Ludwig stammt aus der Sammlung Gruber; die Präsentation beleuchtet Entstehung und Geschichte dieses surrealistischen Meisterwerks.
Schultze Projects
18. Juli 2026 – Juli 2028
Schultze Projects #5. Jana Euler
PK 17. Juli, 11 Uhr
Bernard Schultze und Ursula (Schultze-Bluhm) prägten Kölns Kultur seit 1968 und waren dem Museum Ludwig eng verbunden; das Haus bewahrt den Großteil ihres Nachlasses. Schultze gilt seit den 1950er-Jahren als Pionier des Informel, wobei das große Werkformat eine zentrale Rolle in seinem Spätwerk spielte. Die Schultze Projects knüpfen daran an: Alle zwei bis drei Jahre gestalten Künstler*innen die Stirnwand im Treppenaufgang neu. Wade Guyton (2017) verknüpfte New Yorker Architektur-Ikonen mit digital verfremdeten Bildern und fragte nach Macht, Konsum und Bildkultur. Avery Singer (2019) zeigte mehrteilige Tableaus mit digital entworfenen Figuren, die die Ökonomisierung der Kunst spiegeln. Minerva Cuevas (2021) kombinierte Bankenlogos mit präkolonialen Symbolen und thematisiert koloniale Ausbeutung. Kresiah Mukwazhi (2024) verwandelte tausende BH-Träger in eine monumentale Stoffarbeit, die patriarchale Gewalt benennt und weibliche Kollektivität feiert. 2026 wird die deutsche Malerin Jana Euler (*1982) die Wand gestalten.
Schultze Projects #4 – Kresiah Mukwazhi
Museum Ludwig | 20. September 2024 – 14. Juni 2026
Shanduko nhema, 2024, Schultze Projects #4, Museum Ludwig, Köln
© Kresiah Mukwazhi
Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln/Vincent Quack
Presseinformation
Alle zwei bis drei Jahre lädt das Museum Ludwig eine Künstlerin oder einen Künstler ein, die größte Wand im Haus – die Stirnwand im Treppenaufgang – neu zu gestalten. Der Name Schultze Projects bezieht sich auf Bernard Schultze und seine Frau Ursula (Schultze-Bluhm), deren künstlerische Teilnachlässe das Museum Ludwig verwaltet und zu deren Gedenken die Reihe 2017 initiiert wurde.
Für die vierte Ausgabe der Schultze Projects hat die Künstlerin Kresiah Mukwazhi (*1992 in Harare, Zimbabwe) eine neue Wandarbeit entwickelt. Mukwazhi verwendet häufig gebrauchte Kleidungsstücke oder Stoffe, die sie zusammennäht und bemalt, um mit ihnen die Gewalt von Männern gegen Frauen in ihrem Heimatland Zimbabwe zu thematisieren. Ihre Kunst ist für sie eine Form des Protests, der Selbstermächtigung und ein Ansatzpunkt, um Frauen zu stärken und zu unterstützen. Mukwazhi versteht ihre künstlerische Praxis als visuellen Aktivismus. In ihren Installationen, Videos, Performances, Skulpturen und Textilcollagen macht sie Erfahrungen von Frauen sichtbar, die in männlich dominierten Gesellschaften Sexualisierung, Diskriminierung und Marginalisierung ausgesetzt sind. Dabei steht der Körper als Austragungsort strukturellen Machtmissbrauchs im Fokus. In ihren Werken finden sich gebrauchte Accessoires, Perücken oder Kleidungsstücke wie Petticoats, die direkt oder indirekt mit dem weiblichen Körper und gesellschaftlichen Vorstellungen von Weiblichkeit assoziiert werden.
Im Gegensatz zu ihren bisher meist figurativen Bildern hat Mukwazhi für Köln eine auf den ersten Blick fast monochrome abstrakte Arbeit geschaffen. Erst bei genauerem Hinsehen wird das von ihr verwendete Material erkennbar: Träger und Verschlussbänder Tausender gebrauchter BHs. Mit einer Länge von über dreizehn Metern und einer Höhe von mehr als drei Metern ist dies ihre bisher größte Stoffarbeit. Durch das Material, das von Industrienationen als Alttextilien in afrikanische Länder exportiert wird, verweist Mukwazhi auf anhaltende koloniale Verhältnisse und fertigt zugleich ein monumentales Werk, das, so die Künstlerin, „die Kraft der weiblichen Kollektivität“ zum Ausdruck bringt und „den heiligen Charakter von Frauen zurückfordern will, die als königliche Wesen gesehen und gefeiert werden sollten“. Gleichzeitig fließen ihre eigenen Beobachtungen geschlechtsspezifischer Gewalt und sexueller Ausbeutung im Nachtleben von Harare sowie Gespräche, die sie mit Sexarbeiterinnen geführt hat, mit ein. Darüber hinaus bezieht sich die Künstlerin mit ihrer neuen Arbeit auf afrikanische Kulturen, in denen Frauen für eine große Spiritualität stehen und eine heilige Verbindung zum Boden besitzen. Das Ablegen der Kleidung hat dabei besondere Bedeutung und verdeutlicht ihre Stärke und ihren unbeugsamen Widerstand gegen jede Form der Unterdrückung. Diese Sonderstellung und von manchen gefürchtete Kraft der weiblichen Emanzipation spiegelt sich auch in der Arbeit wieder. In den Worten der Künstlerin: „Diese Arbeit versucht, die Macht und die Würde der Frauen in unserer heutigen Gesellschaft zurückzugewinnen, der Ausgegrenzten, derjenigen, die gegen die unterdrückenden Kräfte des Patriarchats rebelliert haben und als problematisch abgestempelt wurden, weil sie sich entschieden haben, ihre Stimme zu erheben. Die Aktivistinnen, die Sexarbeiterinnen, die Künstlerinnen, die Außenseiterinnen, die Frauen, die in männlich dominierten Arbeitswelten aufbegehren.“
Gleichzeitig erweitert der in Mukwazhis Muttersprache Shona verfasste Titel der Arbeit, „Shanduko nhema“, den Interpretationsradius. Er lässt sich im weitesten Sinne als „Schwarze Rückforderung“ aber auch als „Schwarze Lügen“ übersetzen. Letztere lassen sich auf die rassistischen Ideologien beziehen, mit denen die europäischen Mächte ihre angebliche kulturelle Höherwertigkeit gegenüber nicht weißen Menschen begründeten und als Vorwand für die Kolonialisierung Afrikas nutzten. Die Künstlerin selbst führt aus: „Bei der Arbeit, die ich für Schultze Projects entwickelt habe, stelle ich die negativen Wahrnehmungen in Frage, die mit der Farbe Schwarz verbunden sind – als böse (schwarze Magie), als dunkel, als Außenseiter*in (schwarzes Schaf) – und ich präsentiere sie als eine Form der Ermächtigung derjenigen, die sie repräsentiert.“
Kresiah Mukwazhi hat zuletzt auf der Art Basel Unlimited 2024 eine große neue Arbeit präsentiert; 2023 hatte sie Einzelausstellungen im Nottingham Contemporary und in der Wiener Secession. 2022 war sie im Pavillon von Zimbabwe auf der Biennale von Venedig vertreten.
Kurator: Yilmaz Dziewior
Artist Talk
Am Dienstag, 24. September um 18 Uhr spricht die Künstlerin über ihr Werk mit Prof. donna Kukama, interdisziplinäre Künstlerin und Professorin für Zeitgenössische Kunst / Globaler Süden an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Eine Kooperation der Freunde des Wallraf-Richartz- Museum und des Museum Ludwig und des Afrika Film Festivals.
Fillmforum im Museum Ludwig, Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 2 Euro
Web und Social Media
Zur Ausstellung kommuniziert das Museum Ludwig auf seinen Social-Media-Kanälen mit dem Hashtag #SchultzeProjects
Facebook/Instagram/Twitter/Vimeo: @MuseumLudwig – www.museum-ludwig.de
Downloads
Yayoi Kusama
Weitere Medieninhalte auf Anfrage.Lee Ufan erhält den Wolfgang-Hahn-Preis 2026
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