Ihre Blumen und Blüten sind optisch denkbar nah an den Vorbildern in der Natur: Rosen, Stiefmütterchen, Lilien, Nelken, Tulpen, Veilchen, Vergissmeinnicht, Orchideen, Winden, Malven, Wicken, Krokusse und Päonien wärmen auch das Herz bekennender Botaniker. Selbst wenn sich – schränken Pflanzenkundige ein – die einzigartige Schönheit und Besonderheit jeder einzigen Pflanze so niemals zeitgleich wie hier in voller Blüte entfalten würde. Auch in Maßstab und Farbigkeit bricht Susanna Taras mit der sprießenden Natur. Ihre floralen Motive entspringen zwar der Pflanzenwelt, werden von ihr aber überdimensional und in leuchtenden, manchmal grellen Farben neu definiert. »Die Natur wird entfremdet und gleichzeitig idealisiert,« sagt Petra Hesse. Für die Direktorin des MAKK sind Susanna Taras »Wallflowers« poetische Räume, die den Besucher*innen einen neuen Zugang zur verschwenderischen Schönheit und Einzigartigkeit der Natur ermöglichen, »irgendwo zwischen Natürlichkeit, Kunst und Künstlichkeit«.